Gebührenvereinbarungen


Anstelle oder neben den gesetzlichen Gebühren können nach § 4 RVG die vereinbarten Gebühren verlangt werden. Hierfür ist es notwendig, dass eine schriftliche Gebühren- bzw. fachsprachlich richtiger Vergütungsvereinbarung getroffen wird. Seit dem 01.07.2006 muss nach § 34 RVG für reine Beratungen eine solche Gebührenvereinbarung getroffen werden.

Hierbei besteht im Prinzip ein sehr weiter Spielraum - nicht zulässig sind lediglich erfolgsabhängige Honorare. In den weitaus meisten Fällen liegen allerdings die einzigen Regelungen, die sowohl für den Mandanten wie für den Anwalt zu einem vernünftigen Ergebnis führen, in der Vereinbarung eines Stundensatzes oder in einzelnen Fällen auch in der Vereinbarung einer Pauschale. Im Falle eines Stundensatzes erhalten Sie selbstverständlich mit der Rechnung ein ausführliches "Time Sheet".

Beratungsleistungen rechnen wir grundsätzlich nach Zeitaufwand ab, außergerichtliche Vertretung nach den gesetzlichen Gebühren. Ihre Änderungswünsche werden wir natürlich berücksichtigen - reine Preisverhandlungen sind allerdings in der Regel wenig zielführend, die Preise sind schon fair kalkuliert.

In gerichtlichen Angelegenheiten rechnen wir auch nach dem 01.07.2006 nach den gesetzlichen Gebühren ab, da die Möglichkeit zur Vereinbarung hier (zu Lasten des Mandanten!) gesetzlich eingeschränkt ist.

Beachten Sie bitte, dass die Kosten, die im Rahmen von Gebührenvereinbarungen entstehen, von Rechtsschutzversicherungen und erstattungspflichtigen Gegnern im Regelfall nur bis zur Höhe der gesetzlichen Gebühren erstattet werden müssen.